Abu Dhabi Reisebericht

Von Uta, Februar 2016


Eine kleine Einleitung

 

Bevor wir in Abu Dhabi die vielen Sehenswürdigkeiten genießen konnten,

mussten wir erst einmal die Erlebnisse von Dubai verarbeiten, so legten wir zunächst einen Strandtag ein.

Die Temperaturen sind im Februar sehr angenehm, so um die 25 – 26 Grad. Da aber immer ein bisschen Wind geht, denn auch Abu Dhabi liegt am Meer, ist es sehr angenehm.

Das Emirat Abu Dhabi ist älter als das Emirat Dubai. Zu dem Emirat Abu Dhabi gehört auch die Oasenstadt Al Ain.

Der Scheich von Abu Dhabi ist zwar durch das vorhandene Öl sehr reich, aber er sorgt auch dafür, dass es seinem Volk gut geht.

Im Emirat gibt es keine Arbeitslosigkeit. Er verlangt keine Steuern, Bildung ist in allen Bereichen kostenlos, auch Kindergärten, Schulhorts, sportliche Aktivitäten und so einiges mehr.

Das gilt auch für die Menschen, die aus Indien, Pakistan, Thailand und auch aus anderen Ländern, wie zum Beispiel auch aus Deutschland, in Abu Dhabi wohnen und arbeiten. Wer aber zu faul ist, angebotene Arbeiten anzunehmen, der muss das Land verlassen. Straftaten werden zum Teil sehr hart bestraft. Deshalb sind sie ja auch dort sehr selten, denn da hat man vor den Gesetzen noch Respekt und vor den Bestrafungen Angst. Weil daran ihre Existenz hängt.

Entgegen vieler Meinungen, leben auch Frauen dort frei und zum Teil auch sehr europäisch.

Sicher tragen sie die landestypische Burka oder die Männer die lange Kandoura. Das ist ihre Nationalkleidung.

Doch das gehört dort einfach dazu und hat sein Bestehen schon in den Zeiten gehabt, wo die Menschen dort noch in der Wüste in einfachen Zelten lebten. Aber auch der islamische Glaube schreibt diese Kleiderordnung vor. Verheiratete islamische Frauen verdecken ihre weiblichen Reize vor den Augen Fremder.

Für Touristen ist der Besuch der Scheich – Zayed – Moschee ein Muss. Das sakrale Bauwerk wurde im Jahre 2007 errichtet und besticht durch seine Geschichte und prunkvollen Erhabenheit.

 



Tradition und Moderne in Abu Dhabi

 

In Abu Dhabi kann man den orientalischen Ursprung des Landes, aber auch die immer weiter voranschreitende Modernisierung des Emirates erleben. Die Einwohner wohnen ein bisschen außerhalb der City. Die Häuser sind dem orientalischen Stil angepasst. In der City findet das Geschäftsleben statt.

In den imposanten Wolkenkratzern sind Banken, Versicherungen und große Unternehmen angesiedelt.

Große Einkaufscenter, Mal genannt, befinden sich genauso im Zentrum wie Restaurants, Parks und Strandbereiche. Abu Dhabi ist eine sehr begrünte Stadt mit vielen Blumenrabatten an den Straßenrändern und einer vorbildlichen Sauberkeit überall. Da könnte sich Deutschland eine große Scheibe abschneiden.

Bei einer Stadtrundfahrt in einem Sightseeing – Bus konnten wir uns davon überzeugen.

 

Die vielen Sehenswürdigkeiten begeisterten uns. Der Guide sprach deutsch und so erhielt man alle Informationen sehr gut vermittelt. So wurden wir umgehend informiert, auch über die Geschichte des Emirates sowie über Politik und Wirtschaft.

Wir haben am „Heritage Village„ unsere Fahrt unterbrochen, um dieses museumsartige Anwesen aufzusuchen. Dort gibt es traditionelle Werkstätten, eine kleine Moschee, und die Möglichkeit traditionelle Kleidung und Andenken zu kaufen.

 

Nach diesem erholsamen Aufenthalt stiegen wir wieder in den Bus und setzten unsere Stadtrundfahrt fort, vorbei an der Abu Dhabi Corniche, einem großen Strandbereich, an dem Emirates Palace und dem Etihad Towers und noch einmal an der Sheik Zayed Grand Mosque.

 



Die Oasenstadt Al Ain

 

Natürlich haben wir auch die Oasenstadt Al Ain aufgesucht.

Das war, bevor die Stadt Abu Dhabi aufgebaut wurde, der Sitz der Scheichs (den Vorfahren des heutigen Scheichs). Dieses wunderbare Areal ist heute ein Museum, welches uns zeigte, wie der Scheich früher, mitten in der Wüste, gewohnt hat. Die Stadt ist sehr grün und es gibt eine Palmengartenanlage, ein natürliches Bewässerungssystem, Die Einwohner von Dubai und Abu Dhabi verbringen gerne ihre Wochenenden in diesen Anlagen.

Al Ain ist auch von einem Gebirge umgeben, und grenzt an den Oman an. Natürlich sind wir auf einer tollen Straße (in den Emiraten sind alle Straßen toll) zur Aussichtsplattform des Jebel-Hafeet, einem Ausläufer des Hajar – Gebirges. Der Jebel ist 1.240 m hoch. Von dort hat man eine tolle Aussicht auf die gesamte Oasenstadt.

 



Wüstensafari in Abu Dhabi

 

Ein weiteres Erlebnis unserer Reise war die Wüstensafari. 

Eine Fahrt in einem Auto quer durch die Wüste ist aufregend und schön. Auch die Begegnung mit einer Kamelherde, die Tiere waren sehr friedlich und haben sich von uns streicheln lassen.

Dann ging es kreuz und quer die Sanddünen hoch und runter, manchmal dachten wir, der Wagen kippt um.

Aber die Fahrer sind sehr routiniert, so dass ich jedenfalls keine Angst hatte. Wir fuhren in ein eingerichtetes Wüstencamp. Dort bekamen wir Getränke und ein schmackhaftes und sehr abwechslungsreiches Abendessen.

Mitten in der Wüste ein wasser- WC. Meine Tochter nahm die Gelegenheit wahr, sich am Fuß eine Henna-Malerei machen zu lassen. Das sah sehr gut aus, und hält, trotz Körperpflege etwa eine Woche. Die Aufführung einer Bauchtänzerin und einem Tanz der Männer mit ihren Stöcken rundeten den Besuch im Camp ab. Auf der Heimfahrt hingen alle ihren Gedanken nach, um das Erlebte noch einmal nachvollziehen zu können.

 



Die letzten Eindrücke

 

Natürlich legten wir auch immer Zeiten am Strand ein, um auch ein bisschen Sonne zu tanken, und uns für die nächsten Unternehmungen zu stärken.

 

Dann statteten wir dem teuersten Hotel in Abu Dhabi, dem „Emirates Palace„ einen Besuch ab.

Bei dem Anblick bleibt einem die Luft weg. Alles natürlich im orientalischem Stil, als wenn alles aus purem Gold wäre. Riesengroß mit Sitzgruppen, Café, und vielen tollen Ausstattungsstücken.

 

Am Ende unserer Reise hatten wir noch die Möglichkeit, eine Fahrt in der Dunkelheit, auf einer Dau zu erleben. Eine Dau ist ein Schiff nach landestypischer Art aus Holz und früher kamen die aus Indien. Die Skyline Abu Dhabis bei Nacht zu erleben, war wunderbar, weil die gesamte Stadt, nach Einbruch der Dunkelheit, zu leuchten beginnt. Und das alles spiegelt sich dann auch im Wasser wieder. Auch auf der Dau war ein Buffet aufgebaut, wo wir wieder nach Art des Landes essen konnten.

 

Leider gingen die 11 Tage unseres Urlaubes viel zu schnell zu Ende, und wir mussten die Heimreise antreten. 

Schon bald hieß es: Koffer packen und den Heimflug antreten.

Leider haben wir in der kurzen Zeit nicht alles sehen können, und ich denke, es wird noch einen Besuch in diesem beeindruckenden Land geben.

 

Ich hoffe mein Reisebericht hat euch gefallen und macht Lust die Emirate einmal selbst zu erleben.

 

Eure Reisetante Uta.